Willkommen auf dem Hof Benecke - hier verbinden wir Tradition mit moderner Landwirtschaft.
Hier findest du Einblicke in unseren Alttag, den Hof und unsere Tiere.
in 5. Generationen bewirtschaftet unsere Familie den Hof Benecke. Mit Leidenschaft und Innovationsgeist entwickeln wir unseren Betrieb stetig weiter – von der klassischen Landwirtschaft bis hin zur modernen Hofmolkerei und dem Hofladen.
Dabei bleibt eines immer gleich: die Liebe zu unseren Tieren und zur Region.
Neues auf dem Hof
In den letzen zwei Jahren haben Jan Benecke und sein Sohn Hermann ein riesiges und sehr mutiges Projekt geplant und umgesetzt: Ein großes Gebäude mit eigener Hofmolkerei, einem Zerlegeraum für Rindfleisch, Büro- und Schulungsräumen, einen Hofladen und dazu ein modernes Melkzentrum und ein neuer Kuhstall mit höchstem Komfort für die Kühe - denn es ist ein Kompostierungsstall mit einer weiträumigen Fläche, die mit Häckselgut eingestreut ist. Weidegang ist aber natürlich im Sommer weiterhin das höchste Gebot - es ist einfach das beste und natürlichste für die Tiere. Das war auf diesem Hof immer so. Tierwohl und die Entwicklung dieses Betriebes war und ist Jan Benecke, der den Betrieb vor 29 Jahren von seinem Vater übernommen hat, schon immer wichtig. Er hat diesen Betrieb durch unermüdliche Arbeit zu dem gemacht, was er heute ist. Junior Hermann Benecke hat durch sein Agrarstudium viele Impulse bekommen und leitet gemeinsam mit seinem Vater den Betrieb. Unterstützt werden die beiden von einem tollen Team. So konnte vor kurzem mit der Produktion von pasteurisierter Milch in Glasflaschen begonnen werden, die schon in diversen Hofläden angeboten und von mehreren Eisdielen (Eisperle Salzhausen, Olsens Eismanufaktur Hanstedt) zu tollem Eis verarbeitet wird. Die Bäckerei Soetebier verarbeitet die Milch zu wunderbaren, regionalen Backwaren und auch in den Cafés wird die Milch zum Aufschäumen für leckeren Milchcafé, Cappuccino & Co. genutzt.
Wunderbar cremiger Joghurt in verschiedenen Sorten ist im am 01.07. eröffneten Hofladen momentan der Renner.
Hofnachfolger Hermann ist seit einiger Zeit bei Instagram sehr aktiv. Hier könnt Ihr täglich mitverfolgen, was so los ist auf dem Hof. Folgt ihm einfach unter https://www.instagram.com/hofbenecke/
Unsere Hennen leben in einem mobilen Hühnerstall, dem Hühnermobil. Mittlerweile haben wir fünf kleinere und einen etwas größeren davon. In den kleinen leben je 225 Hennen und in dem großen 360 Hennen. Rund 10 Hähne sind in jedem Stall dabei. Die Schnäbel der Hennen sind natürlich nicht kupiert - anders ist es auch zum Glück nicht mehr erlaubt. Wir halten braune, weiße und manchmal auch ein paar schwarze Hennen. So ist es auf der Wiese bunter und durch braune und weiße Eier auch in der Eierschachtel.
Hähne sind wichtig für das Sozialverhalten in der Hühnerschar! Die Jungs sorgen bei uns für ein ausgeglichenes Miteinander und verhindern übermäßiges Gezicke unter den Hennen. Und sie sind die geborenen Kavaliere! Wenn sie einen Leckerbissen im Gras finden, zeigen sie es unter aufgeregtem gegoggel ihren Damen und lassen ihnen den Vortritt! Vor allem aber passen sie auf: Nähert sich ein Greifvogel am Himmel oder naht eine andere mögliche Gefahr, stoßen sie Warnlaute aus und in Windeseile gehen ihre Damen in Deckung. Mit Hähnen läuft also alles in geregelten Bahnen.
...besser ist nur der Wald!
Die Hühnermobile der Firma Weiland ist für uns die ideale Möglichkeit, Legehennen in einer etwas größeren Menge zu halten. Mit einer größeren Menge meinen wir 250 oder 360 Hühner - nicht 2000 oder 3000, wie es in großen Betrieben üblich ist... Naturgemäß kennen sich die Hühner in Gruppengrößen von bis zu 60 Hennen gut, bis 250 ist 'man bekannt' und hat sich schon mal gesehen - darüber hinaus jedoch verlieren die Hennen mehr oder weniger die Übersicht.
Der mobile Stall wird im Wochenrhythmus mit dem Trecker weitergezogen, denn schon nach dieser kurzen Zeit haben die Hühner die Grasnarbe des Auslaufs direkt vor dem Stall durch scharren stark 'ramponiert'. Bei einem Feststall würde nach einigen Wochen der Auslauf rund um den Stall nur noch aus schwarzer Erde bestehen und damit recht karg sein.
Zudem sind Hühner natürlicherweise Waldrandbewohner. Das heißt, sie leben im Wald, wo sie auf Büschen und Bäumen schlafen, im Laub scharren und sich mal mehr oder weniger weit auf eine Lichtung hinauswagen, um frisches Grün zu erhaschen. Kommt dann ein Angriff aus der Luft (Habicht), flüchten die Hühner in den nahen Wald. Den Wald ersetzt bei uns der Stall.
Im oben Bereich des Mobilstalls befinden sich Sitzstangen zum 'Aufbaumen'. Hühner sitzen zum Schlafen gerne erhöht, sie fühlen sich dort sicher. Futter in Form von Getreideschrot zur freien Aufnahme befindet sich in Futterspendern entlang der Wand. Ebenso ist hier der Wassertank (im Bild das KG-Rohr) mit Tränken für reichlich frisches Wasser eingebaut. Bricht die Dunkelheit herein, wandern alle Hennen über eine der Treppen aus dem Scharrraum nach oben und suchen sich einen Sitzplatz auf der Stange.
Ebenfalls im oberen Bereich befindet sich der Zugang zu den Gruppenlegenestern. Diese sind mit Vorhängen verdunkelt und mit Dinkelspelze eingestreut - damit haben die Hennen ein idealen Platz zum Eierlegen. Die Nester können von außen geöffnet werden, um die Eier zu entnehmen. Wobei 'entnehmen' leicht gesagt ist, denn man muss nach den Eiern wühlen, da die Hennen sie nach der Ablage gut verstecken...
In der unteren Etage ist der Scharrraum mit geschlossener Bodenplatte. Das garantiert, dass die Hennen immer trockene Einstreu zum ausgiebigen Scharren und Sandbaden haben - auch wenn draußen auf der Wiese Schietwetter ist.
Von hier aus können sie auch nach draußen in den Auslauf - und auch schnell wieder rein flitzen, wenn Gefahr droht. Fast wie ein Wald...
Morgens - spätestens um 10 Uhr - ist es soweit: Nach dem Eierlegen und Frühstücken dürfen die Hennen ins Freie! Dann gehen am Stall automatisch die Auslaufklappen auf und los geht es mit dem Gewusel in der Hühnerweide. Bis zur Dämmerung können sie draußen bleiben.
Wir haben für die Hennen Hecken aus Weiden, Haselsträuchern und Holunder angepflanzt. So ein Hühnerwald ist besonders artgerecht - doch teilweise müssen diese noch gut an- und aufwachsen. Daher haben leider nicht alle Hennen die Möglichkeit auf das Verweilen im Gebüsch. Diese Hennen haben Unterstände auf der Wiese, dami sie dort schnell Zuflucht finden oder einfach nur in Ruhe dösen, Sandbaden oder Gefiederpflege betreiben können.
Im Auslauf nutzen die Hühner jeden ehemaligen Maulwurfshügel, um dort in der Erde ein Loch zu buddeln - und sich dann darin voller Wonne im Sand zu baden. Folgend ein paar nette Badeszenen (im ersten Moment könnte man denken, das Huhn ist hin...).
Hier ein Video-Clip unserer Hennen beim Scharren unter Büschen und alten Apfelbäumen - ein besonders schöner Platz! Zweieinhalb Minuten lang wird hier nichts Aufregendes passieren. Muss es auch gar nicht, man könnte den Hühnern bei einem ihrer ureigensten Bedürfnisse, dem Scharren, stundenlang zusehen. Irgendwie beruhigend.
Ums gleich vorweg zu nehmen: Unsere Scharmbecker Frei-Landeier haben ihren Preis. Wir haben uns nach langen Planungen für diese Ställe entschieden, weil wir glauben, dass sie den Bedürfnissen der Hühner am ehesten entsprechen. Wir haben uns somit für Ställe entschieden, die pro Huhn fast dreimal so teuer sind, wie der Platz für ein Huhn in einem großen Legehennen-Feststall. Der auch Arbeitsaufwand in diesen mobilen Ställen ist 5-7 Mal höher. Durch die artgerechten Dinkelspelznester müssen die Eier einzeln per Hand aus dem Nest genommen werden - sie kommen nämlich nicht über ein Förderband automatisch an eine Sammelstelle. Doch wir sind sicher, dass es viele von Euch genau richtig finden, dass Hühner so gehalten werden!
Unsere Hühner können jederzeit besucht werden - und wenn Ihr Fragen habt: Fragt uns!
Thema Legehybriden
Wir haben uns für robuste Freilandhennen der Rassen Isa Warren, Dekalb und Tetra entschieden. Die Hähne sind die Brüder der Hennen. Dass es sich um Hybridhennen handelt, wie in den allermeisten Fällen in der Eierproduktion (auch bei 'Bio'!) darf man kritisch betrachten. Auch wir haben das getan, wollten genau auf diese hochgezüchteten Rassen verzichten und Zweinutzungshühner einsetzen - unter anderem auch wegen des Tötens der Bruderhähne. Doch bei umfangreichen Recherchen und vielen Telefonaten mit auf diesem Gebiet erfahrenen Hühnerhaltern quer durch Deutschland, haben wir uns dann letztendlich zu einem Kompromiss entschlossen. Tenor war nämlich - auch von Demeter- und Biolandleuten: Man muss bei allem Idealismus auch wirtschaftlich bleiben! Und da das Ei eines Zweinutzungshuhnes (oder bei der Mitaufzucht der Bruderhähne) zwischen 50 und 60 Cent kosten müsste, darf man sich schon die Frage stellen: Zahlt der Verbraucher das? Und wie nachhaltig ist das letztendlich?
Da wir 'Anfänger' in der Legehennenhaltung sind, sprach nun doch sehr viel für die ruhigen Legehybriden. Unser Bestreben: Es den Hennen und Hähnen so schön wie möglich zu machen - für ein artgerechtes Leben. Und ohne anderen Legehennenhaltern auf die Füße treten zu wollen: In einem Stall mit 239 anderen Hühnern lebt es sich bestimmt besser, als in einem Stall mit z.B. 12.000 Artgenossen (4x3000 Legehennen in einem Gebäude) - ob nun Bio oder nicht!

Weidehaltung liegt uns am Herzen!
Daher kommen bei uns fast alle Rinder auf die Weide, sobald die Vegetationspause beendet ist. Im Sommer sind unsere Milchkühe von ca. 8 Uhr bis mindestens 15 Uhr auf der Weide und werden zur Melk- und Fütterzeiten in den Stall geholt. Nachts ist der Stall offen, dann haben sie freien Zugang zur 'Nachtweide'.

Auslauf für die Kälber
Die Kälber unserer Milchkühe kommen mit 12 Wochen in einen Strohstall mit Zugang zur Weide. Im Winter sind sie ausschließlich im Stall, denn die Grasnarbe würde den Belastungen in der Vegetationspause und auch bei überwiegend nassem Wetter nicht standhalten. Auch bei langen Regenphasen im Sommer lassen wir die Türen aus diesen Gründen zu.
Die jungen Wilden
Die Jungrinder kommen im Frühjahr mit einem meist selbst gezüchteten Bullen auf die Weide. Die regeln dann alles Weitere ganz selbstständig...

Familienbande
Unsere Mutterkühe sind mit ihren Kälbern und einem Bullen bis in den Herbst draußen. Im Winter sind sie im Strohstall. Sobald im Frühjahr die Kälber geboren sind, geht es wieder auf die Weide!
Im Herbst werden die Kälber von ihren Müttern getrennt und verkauft.
Was ist der Unterschied zwischen Milchkühen und Mutterkühen?
Mutterkühe werden nie gemolken. Bei uns kalben die Mutterkühe im Frühjahr und verbringen den Sommer mit den Kälbern auf der Weide. Danach werden beide getrennt. Das Zuchtziel sind Fleischrinder, also Rinder, die bei der Schlachtung viel Fleisch bringen.
Milchkühe werden gemolken. Die Kälber bleiben hier nur wenige Tage bei der Mutter. Die Bullenkälber werden nach 14 Tagen verkauft, die Kuhkälber ziehen wir auf. Zuchtziel sind hier logischerweise Kühe, die mehr Milch geben. Wenn Ihr unsere Beweggründe für die Trennung von Mutter und Kind wissen möchtet, sprecht uns gerne persönlich an.
Ganz selten, wenn es mal passt, haben wir für die Milchkuhkälber auch eine Ammenkuh. Bei den Fotos in der Galerie weiter unten könnt Ihr eine Kuh mit drei fremden Kälbern sehen. Sie hat die drei den ganzen Sommer über auf der Weide mit ihrer Milch versorgt.

Erinnerung an Hunte...
Hier ein wunderschönes Bild von unserer 'Hunte'. 15 Jahre ist sie geworden, ihr Schwarz war schon grau meliert. Sie hat es geliebt, am Ende des Rückens gekrault zu werden (wie fast jede Kuh). Leider standen uns die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung, um Hunte zu behalten...
Hunte ist hier genannt für alle anderen Kühe, die lange bei uns waren, wie beispielsweise Miela, Regina und Levita. Jede hatte ihren eigenen Charakter, keine Kuh war 'nur' eine Nummer bei uns. Wir sind so achtsam es uns möglich war mit ihnen umgegangen. An viele erinnern wir uns noch lange.
Ist das Leben der Kühe bei uns zu Ende, bestellen wir einen Viehtransporter, der sie auf direktem Wege zum nächstgelegenen Schlachthof fährt. Ohne weitere Tiere auf fremden Höfen dazu zu laden - damit dieses traurige Kapitel möglichst stressfrei für die guten Seelen geschlossen wird.
19.03.2022
FREEDOMDAY FÜR DIE HÜHNER
Zum Glück wurde nun endlich die amtlich angeordnete Stallpflicht für Geflügel - und somit also auch für unsere Legehennen - aufgehoben! Die Mädels sind wieder im Freiland unterwegs und genießen es sichtlich! Und die Damen aus Stall 6 haben nun endlich ganz offiziell den richtigen Status: FREILAND! Was für eine Posse... (siehe Stellungnahme unten)
STELLUNGNAHME!
VERRÜCKT, WIE DER AMTSSCHIMMEL WIEHERT!
Seit dem 01.12.2021 dürfen sämtliche Legehennen und anderes Geflügel im Landkreis Harburg aufgrund einer amtlich angeordneten Stallpflicht
wegen der weiterhin grassierenden Vogelgrippe nicht ins Freiland. Wie im letzten Winter auch, haben wir unseren Legehennen Spielscheunen und Partyzelte eingerichtet – seht dazu auch das Video von
der letzten Stallpflicht weiter unten. Unser Stall 6 ist nur zu 2/3 belegt und hat unten einen großzügigen Scharrraum mit dicker Einstreu, in der die Hühner ordentlich scharren, picken und
sandbaden können - weswegen wir hier vorerst auf einen extra Auslauf verzichten.
16 Wochen lang dürfen die Erzeuger in der Zeit einer Stallpflicht die gelegten Eier weiterhin als Freilandeier verkaufen. Wir auch – allerdings nicht die Eier aus unserem neuen Hühnermobil, dem Stall mit der Nummer 6. Aufgrund eines ‚Formfehlers‘, den wir selbst nicht verschuldet haben, müssen wir diese Eier umgehend als Eier aus Bodenhaltung deklarieren. Warum?
Jeder neue Hühnerstall wird vom Veterinäramt des Landkreises auf die Vorgaben der Tierschutznutztierverordnung (TierSchNutztV) überprüft. An sich nur eine Formsache, denn wir kaufen die durchdacht konzipierten Mobilställe bei der Firma Weiland, welche besonderen Wert auf möglichst artgerechte Tierhaltung legt. So kam unser neuer Stall Ende Oktober. Damit wir die Eier, die in diesem Stall gelegt werden, vermarkten dürfen, benötigen wir eine Erzeugernummer, die uns vom Landesamt für Verbraucherschutz (LAVES) zugeteilt wird. Ein Bestandteil des Antrages auf die Registrierung ist das Schreiben des hiesigen Veterinärs, dass der Stall den Anforderungen der TierSchNutztV entspricht. Der Antrag beim LAVES wurde von uns bereits Ende Oktober gestellt. Lediglich die schriftliche Bestätigung vom Veterinär fehlte noch. Am 01.11. kam der zuständige Mitarbeiter vom Veterinäramt LK Harburg, um den Stall zu überprüfen. Er stellte fest, dass alles bestens ist!
Üblicherweise wird die Bestätigung des Veterinärs direkt an das Landesamt in Oldenburg geschickt – die uns dann daraufhin die Registriernummer
des Stalles zuteilen. Das ist die Nummer, die Ihr auf unseren Eiern findet. Daran kann zurückverfolgt werden, in welchem Stall das Ei gelegt wurde. Die neuen Hennen und ihre Männer zogen am
03.12.2021 ein und genossen einige Tage später die ersten Tage an der frischen Luft.
Nun war aber unser Veterinäramt ‚out of order‘. Dort ging es drunter und drüber – in der heutigen Zeit kennen wir das ja alle, das ist menschlich. Jedenfalls bekamen weder wir, noch das LAVES die nötige Information. Ich fragte noch am 26.11. telefonisch nach, wurde jedoch vertröstet und sollte später zurückgerufen werden - was leider nicht passierte.
Am Dienstag kam dann das ‚Aufstallungsgebot‘ – die sogenannte Stallpflicht für Geflügel, welche am Mittwoch, den 01.12. in Kraft trat. In so einem Fall müssen dann dem LAVES melden, dass und warum wir den Hennen keinen Auslauf mehr gewähren (die Ämter untereinander kommunizieren diesbezüglich nicht). Bei einer telefonischen Nachfrage zur Stallpflicht fragte ich dann den zuständigen Mitarbeiter beim LAVES, ob er denn schon die Info für unseren 6. Stall von unserem Landkreis bekommen hätte. Hatte er nicht, lautete die Antwort... Und in dem Zuge teilte mir der Mitarbeiter mit, dass er während einer bestehenden Stallpflicht keinen neuen Stall auf Freilandhaltung registrieren darf. Und da die Info von unserem Veterinäramt nicht rechtzeitig vorlag, müssen wir umgehend die Eier als Eier aus Bodenhaltung vermarkten. Die 16 Wochen Übergangsfrist kann er uns in diesem Fall nicht gewähren. Es half kein Bitten und Betteln – die Sachlage wäre klar! Wir waren – und sind es noch immer – fassungslos. Obwohl unser Veterinäramt die Sachlage erklärt hat und bestätigen kann, dass diese Hennen bereits im Freiland unterwegs waren, kam kein Einlenken.
Und so ist es nun, wie es ist. Und Ihr wisst jetzt Bescheid – wenn Ihr denn diesen langen Text bis zum Ende gelesen habt.
Auf jeden Fall leben die Hühner aus Stall 6 ebenso gut wie alle anderen Hühner in unserem Betrieb. Das könnt Ihr Euch jederzeit persönlich ansehen!
Wenn Ihr noch Fragen dazu habt, meldet Euch gerne!
Wir hoffen, dass uns unsere treuen Kunden weiterhin zur Seite stehen und unsere Eier kaufen – egal, was auf dem Karton steht!
Herzliche Grüße vom ganzen Team vom Hof Benecke!
Juli 2020Neuer Mitarbeiter auf dem Hof!
Mitte Juni ist ein neuer Border Collie zu uns auf den Hof gekommen! Oskar soll von unserem Jens nun viel lernen, um später genau so gut die Kühe von der Weide zu holen und im Stall mitarbeiten zu können. Vor den Hühnern hat der Welpe jedenfalls absolut keinen Respekt. Die vor ihm allerdings auch nicht... ;-)
Verrückte Zeit...
Wenn der Anlass nicht für millionen Menschen negative Auswirkungen hätte, würden wir uns über die enorm gestiegene Nachfrage nach unseren Produkten, insbesondere den Eiern, Kartoffeln und der Milch, unbändig freuen.
Wir sind jetzt für Euch da - und auch 'nach Corona'!
Leider reichen zurzeit unsere Eier hinten und vorne nicht - aber wir sind dabei, dieses Problem zu lösen. Wir bekommen einen weiteres Hühnermobil für 245 Hühner. Doch die Lieferung des Stalls und
der neuen Junghennen erfolgt erst Mitte April. Und bis die Hennen Eier legen dauert es noch einmal etwa 4 Wochen. Leider geht eine Produktionssteigerung nicht auf Knopfdruck - es stehen Lebewesen
dahinter.
Wir bitten Euch um Verständnis, wenn Ihr demnächst mal vor einem leeren Eierregal steht. Versucht es bitte wieder.
Tausend Dank für Eure vielen positiven Rückmeldungen und Eure Treue - so macht es Spaß!
Haltet die Ohren steif und bleibt gesund!
Euer Team vom Hof Benecke
02. August 2017
FIPRONIL?
Wir verwenden keine Insektizide bei unseren Legehennen!
Gegen Ektoparasiten (Blutläuse, Milben, Flöhe) hilft unseren Hennen ein Staubbad in reinem Urgesteinsmehl und natürlich einfach in einem Loch, welches sie sich selber in der Wiese oder unter Büschen buddeln. Weiter unten seht Ihr unter der Überschrift 'BULLERBÜ' ein kurzes Video von unseren sandbadenden Hennen.
Da alle unsere Hennen sehr viel draußen unterwegs sind, tut die Sonne ihr übriges!
Hier seht Ihr unsere Hennen, die einen Wagenschuppen in Beschlag genommen haben. Das ist ein ideales Plätzchen für die tägliche Gefiederpflege! Und der Hahn passt bestens auf, so können die Damen in Ruhe baden. Sandbaden ist ein elementares Bedürfnis von Hühnern!
Nein, unsere Hennen und Hähne leben nicht immer so. Nur übergangsweise war eine unserer beiden Herden die letzten Wochen im Gebüsch, auf dem Hof, auf der Kuhweide, im Kuhstall, in den
Schuppen, an der Milchtankstelle und sogar in unserem Haus unterwegs, denn wir konnten sie nicht so richtig einzäunen. Es hatte wirklich ein wenig von Bullerbü. Und wo wir überall Eier
gefunden haben...
:-)
Aber jetzt ist Schluss mit lustig, nun stehen die beiden Hühnermobile wieder ganz geregelt auf der grünen Wiese. Wie laaaaangweilig...
;-)
Und die Eier werden zum Glück wieder ausschließlich in die Nester gelegt. Ihr könnt diese wie immer täglich bei uns am Eierautomaten bei der Milchtankstelle kaufen!
12. März 2017
ES RIECHT NACH FRÜHLING!
Ein guter Grund, um die Kühe nach der witterungsbedingten Stallzeit endlich wieder raus zu lassen! Was für ein Toben, Buckeln, Rennen und Rangeln! Spannend waren heute für die Damen auch die
Hühner, die noch einige Zeit mit ihnen die Wiese teilen.
Einfach ein wunderschönes Erlebnis, diese Freude der Kühe über die neue Freiheit. Gefühlt ewig standen wir dabei und haben zugesehen... Wir haben hier für Euch ein paar Szenen zusammen
geschnitten.
Die nächsten Tage werden die Kühe erstmal nur tagsüber auf der stallnahen Weide sein, später, wenn die Vegetation Fahrt aufgenommen hat, dürfen sie auf die großen Weiden. Nur zum Melken geht's dann zurück in den Stall und nachts können die Kühe selbst entscheiden, ob sie sich draußen lang machen oder drinnen bleiben.
Die Milch unserer Kühe bekommt Ihr täglich rund um die Uhr an unserer Milchtankstelle und gleich daneben gibt es im Automaten die Eier unserer Hennen!
NDR-Reportage '45 MIN'
gesendet am Montag, 28.10.2019
UNSER BROT – HANDWERK ODER MASSENWARE?
(zu finden in der NDR-Mediathek unter diesem Titel)
1. Eine tolle Reportage über das Brot und unseren Bäcker Soetebier!
2. RICHTIGSTELLUNG ZU DER REPORTAGE in eigener Sache!
Eine sehenswerte Reportage im NDR über ‚unseren‘ Bäcker Soetebier, der noch ein knappes Jahr in der NDR-Mediathek abrufbar ist! Die machen das schon gut bei Soetebier und wir wissen, warum wir seit langer Zeit fast ausschließlich dort unser Brot kaufen! Und das Beste: Es ist sogar ein Teil unseres Getreides in diesen hochwertigen Produkten verbacken. Und warum das Brot eines klassischen Bäckereihandwerkers nun bekömmlicher und somit gesünder ist, als solches aus den Fabriken der großen Bäckereiketten (z.B. von A******** und Dat B******) und den Discountern, könnt Ihr in diesem Film erfahren. Und uns schmeckt es einfach auch sehr gut!
Was uns nun gar nicht schmeckt, ist leider eine absolute Fehlinformation in dem Bericht, die uns die Nacht darauf nicht hat schlafen lassen! In dem Film sind auch Bauer Jan und Hermann (der Jungbauer) bei der Ernte des Weizens, der extra für Bäcker Soetebier angebaut wurde, zu sehen. Und die Off-Sprecherin informiert bei Minute 5:32: „Hermann Benecke und sein Vater Jan sind keine Biobauern – ihr Getreide spritzen sie trotzdem nicht.“
DAS IST SCHLICHT UND EINFACH NICHT WAHR
– und hat uns fassungslos vor dem Fernseher sitzen lassen!
Genau dieser Fehler, der durch Unwissenheit eines Werbetexters vor einiger Zeit schon mal über die Medien verbreitet wurde und den Hermann und Jan dieses Mal durch mehrmaliges Klarstellen dem Filmteam gegenüber unbedingt unterbinden wollten, ist wieder aufgetreten!
Wir haben am selben Abend noch dem Regisseur Wolfgang eine sms geschrieben, um wenigstens etwas Frust loszuwerden.
Der antwortete uns umgehend mit einer kurzen Nachricht: „Damit ist das Glyphosat gemeint – sorry, wenn das missverständlich rüberkommt…“ Oh ja,
leider ist das sehr missverstänlich rübergekommen :-(
Richtig ist, dass wir seit weit über 10 Jahren kein Glyphosat mehr einsetzen. Doch gegebenenfalls setzen wir
Pflanzenschutzmittel ein, mit denen das wachsende Getreide behandelt wird – und genau das bezeichnet man landläufig als ‚Spritzen‘! Doch kein Landwirt würde sein wachsendes Getreide mit Glyphosat
spritzen, denn danach wäre es hin! Glyphosat ist ein ‚Totalherbizid‘ und man kann damit VOR der Aussaat einer Kultur sämtliche Pflanzen auf dem Acker vernichten. Aber natürlich wird Glyphosat
auch 'gespritzt' - also mit einer Spritze ausgebracht.
Doch wie gesagt, wir kommen seit Jahren OHNE Glyphosat aus - wir
bearbeiten auflaufendes Beikraut mit der klassischen Bodenbearbeitung wie Grubbern und Pflügen. Soll jeder machen, wie er denkt – uns behagt es so nun mal besser. Und Pflanzenschutzmittel nutzen
wir niemals auf ‚Deubel komm raus‘, sondern immer nur nach Bedarf und dem Motto ‚so wenig wie möglich und so viel wie nötig‘! Und genau das haben Hermann und Jan mehrfach deutlich gesagt - auch
in den Interviews, die leider allesamt gestrichen wurden! Das NDR-Team war sich über diese Begrifflichkeiten anscheinend nicht im Klaren und hat so die Aussage, dass wir kein Glyphasat nutzen,
mit gänzlichem Verzicht auf 'Spritzen', wie es von Biobetrieben angenommen wird, gleichgesetzt.
Der in der Reportage gezeigte Weizen beispielsweise wurde einmal mit einem selektiven Herbizid (wirkt gegen Beikräuter) gespritzt – üblich ist eher eine dreimalige Behandlung. Ein Fungizid (wirkt gegen Pilze auf der Pflanze) dagegen wurde dieses Mal nicht eingesetzt. Und wenn es gut läuft, so wie in diesem Jahr, ist es auch mal möglich, dass beispielsweise unsere Kartoffeln ganz ohne sämtliche Behandlungen ‚durchkommen‘. Das machen wir immer von der Witterung und den sonstigen Gegebenheiten abhängig. Mit Augenmerk eben – und ein wenig Risikobereitschaft ist auch mit dabei!
Keinesfalls möchten wir uns einen Orden an die Brust heften, der uns nicht zusteht! Greenwashing brauchen wir nicht. Und auch kein Label. Wir wollen transparent und offen sein und möchten Euer Vertrauen – das ist uns das Wichtigste!
An diesem Bericht können wir nun leider nichts mehr ändern, denn was gesagt wurde, wurde gesagt und ist somit in tausenden Haushalten gelandet. Doch wir wären Euch sehr dankbar, wenn Ihr diese
Richtigstellung von uns in Gesprächen, die dieses Thema betreffen, bekanntgebt, um dieses Missverständnis aufzuklären. Uns liegt viel daran, denn diese Sache ist uns überaus
unangenehm.
Wir hoffen, Ihr bleibt uns dennoch weiterhin treu und frag uns persönlich, wenn Ihr etwas wissen wollt!
Eure Familie Benecke
